Der Tod ist ein Thema, das viele Menschen meiden. Doch wer seine Bestattungswünsche nicht festhält, überlässt diese Entscheidungen seinen Angehörigen — in einem Moment tiefer Trauer und unter großem Zeitdruck.
Was passiert, wenn Sie nichts regeln?
Ohne schriftliche Wünsche entscheiden die Angehörigen nach eigenem Ermessen — oder nach dem, was sie für richtig halten. Das kann zu Konflikten führen (Erdbestattung oder Feuerbestattung? Kirchlich oder weltlich?) und ist für die Hinterbliebenen eine zusätzliche Belastung.
Schritt 1: Wünsche schriftlich festhalten
Nehmen Sie sich Zeit und notieren Sie: Welche Bestattungsart wünschen Sie (Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung, Baumbestattung)? Welchen Rahmen (religiös, weltlich, schlicht, mit Feier)? Wo soll die Bestattung stattfinden? Welche Musik, Texte oder Rituale sind Ihnen wichtig?
Dieses Dokument hat zwar keine rechtliche Bindungswirkung — aber es schafft Klarheit und entlastet Ihre Familie.
Schritt 2: Bestattungsvorsorgevertrag abschließen
Ein Bestattungsvorsorgevertrag ist ein Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen: Sie legen Ihre Wünsche fest, zahlen die Kosten vorab (oder in Raten), und das Bestattungsunternehmen übernimmt die Durchführung. Das hat mehrere Vorteile:
Ihre Wünsche werden verbindlich umgesetzt. Angehörige werden finanziell und organisatorisch entlastet. Preissteigerungen sind in der Regel ausgeschlossen.
Worauf Sie beim Vertrag achten sollten
Seriöse Bestattungsunternehmen hinterlegen die vorgezahlten Gelder bei einem Treuhandkonto — fragen Sie danach. Prüfen Sie, ob der Vertrag bei einem Umzug übertragbar ist oder ob ein anderes Unternehmen die Durchführung übernehmen kann.
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