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Erbrecht1 Min. Lesezeit16. April 2026

Das Nachlassgericht und Ihre Immobilie: Aufgaben und Bedeutung

Quelle: ERITAJ Redaktion


Das Nachlassgericht ist nach einem Erbfall wichtig, wird aber oft falsch eingeschätzt. Die Erbfolge tritt kraft Gesetzes ein – das Nachlassgericht stellt sie nicht erst her.

Aufgaben des Nachlassgerichts

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Das Nachlassgericht ist zuständig für formelle Aufgaben wie:

  • Ausschlagungserklärungen
  • Erbscheinsverfahren

Was das Nachlassgericht nicht tut

Das Nachlassgericht übernimmt folgende Aufgaben ausdrücklich nicht:

  • Wirtschaftliche Verwaltung der Immobilie
  • Bewertung des Hauses
  • Lösung von Streitigkeiten unter Miterben

Die ersten Wochen nach dem Erbfall

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Die ersten Wochen nach dem Erbfall sind entscheidend. In dieser Phase passieren die häufigsten Fehler:

  • Niemand prüft offene Darlehen
  • Die Ausschlagungsfrist gerät aus dem Blick
  • Ein Miterbe zieht vorschnell ein
  • Laufende Kosten werden nicht koordiniert

Drei Ebenen der Erbschaft

Drei Ebenen müssen auseinandergehalten werden:

  • Der Erbfall – mit dem Tod tritt die Erbfolge ein
  • Der Nachweis – gegenüber Grundbuchamt und Banken muss die Erbenstellung nachgewiesen werden
  • Die Auseinandersetzung – wer die Immobilie behalten, verkaufen oder ausgleichen soll, ist eine davon unabhängige Entscheidung

Sofortige Überprüfung durch den Erben

Der Erbe sollte sofort folgende Punkte prüfen:

  • Wer ist Erbe?
  • Welche Belastungen stehen im Grundbuch?
  • Welche Darlehen bestehen?
  • Gibt es Mietverhältnisse?
  • Handelt es sich um Alleinerbenstellung oder Erbengemeinschaft?

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