Social-Media-Profile sind oft der digitalste Ausdruck eines Menschenlebens. Fotos, Nachrichten, Jahre an Erinnerungen â was soll damit nach dem Tod passieren? Die groĂen Plattformen haben unterschiedliche Antworten darauf.
Facebook / Meta: Memorialisierung oder Löschung
Facebook bietet die Möglichkeit, ein Profil nach dem Tod in eine "GedenkstÀtte" umzuwandeln. Das Profil bleibt sichtbar, aber niemand kann sich mehr einloggen. Angehörige können Kondolenzbekundungen hinterlassen.
Alternativ kann ein bevollmÀchtigter Kontakt (in den Einstellungen: "VermÀchtnisnehmer") das Profil verwalten: Er kann das Titelbild Àndern, Posts anheften und Kontaktanfragen annehmen.
FĂŒr die vollstĂ€ndige Löschung des Kontos mĂŒssen Angehörige einen Sterbenachweis einreichen.
Instagram: Memorialisierung auf Antrag
Instagram wandelt Profile auf Antrag von Angehörigen in GedenkstĂ€tten um. Ein VermĂ€chtnisnehmer wie bei Facebook ist aktuell nicht vorgesehen. Downloads von Inhalten sind fĂŒr Angehörige grundsĂ€tzlich nicht möglich.
Google / Gmail / YouTube: InaktivitÀtsmanager nutzen
Google bietet einen "InaktivitĂ€tsmanager" in den Kontoeinstellungen. Sie können festlegen, was nach drei, sechs oder 18 Monaten InaktivitĂ€t mit Ihrem Konto passiert â automatische Löschung oder Weitergabe an benannte Kontakte.
Was Sie jetzt tun können
Richten Sie bei Google den InaktivitĂ€tsmanager ein. Benennen Sie bei Facebook einen VermĂ€chtnisnehmer. Notieren Sie, welche Plattformen Sie nutzen und was mit den Profilen passieren soll. Hinterlegen Sie diese WĂŒnsche schriftlich in Ihrer Vorsorgedokumentation oder einem ergĂ€nzenden Dokument "Digitale WĂŒnsche".
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