Quelle: ERITAJ Redaktion
Die Seebestattung hat in Deutschland eine lange Tradition — und erlebt seit Jahren eine Renaissance. Immer mehr Menschen wünschen sich diese besondere Art des Abschieds. Was es dabei zu wissen und zu beachten gibt.
Was ist eine Seebestattung?
Bei einer Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen (nach Einäscherung) in der Nordsee oder Ostsee auf bestimmten Seebestattungsgebieten verstreut. Die Verstreuung muss von einem zugelassenen Bestattungsschiff aus erfolgen und wird von einem Schiffsführer dokumentiert.

Gesetzliche Regelungen
In Deutschland ist die Seebestattung bundesweit möglich, aber es gelten strenge Regeln: Die Asche darf nur in ausgewiesenen Seebestattungsgebieten verstreut werden, die von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung festgelegt sind. Private Verstreuungen — vom Steg, von der Fähre oder im Urlaub im Ausland — sind nicht zulässig. Die Koordinaten der Bestattung werden schriftlich dokumentiert und den Angehörigen mitgeteilt.
Ablauf einer Seebestattung
Nach dem Tod und der Einäscherung wird die Asche in einer speziellen, biologisch abbaubaren Urne vorbereitet. Das Bestattungsunternehmen koordiniert die Überfahrt mit einem Bestattungsschiff. Angehörige können bei der Überfahrt dabei sein — oder eine stille Bestattung ohne Begleitung wählen. Die Urne wird am Seebestattungsort versenkt.
Kosten
Eine Seebestattung kostet je nach Anbieter und Umfang zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Die Begleitüberfahrt für Angehörige ist in der Regel günstiger als erwartet.
Auch für Binnenbewohner möglich
Eine Seebestattung ist nicht nur für Küstenbewohner möglich. Auch wer in München oder Stuttgart lebt, kann eine Seebestattung beauftragen — das Bestattungsunternehmen übernimmt den Transport der Urne zur Küste.
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